Customizing

Anpassung von Kontor.MED auf drei Ebenen — visueller Layout-Designer, Formulare und Reports, sowie Programmierung in VB.NET/C#; alle Anpassungen bleiben releasefähig.

Ein ERP-System soll die unternehmensspezifischen Prozesse möglichst exakt abbilden — das ist Voraussetzung für hohe Effizienz und Benutzerzufriedenheit. In Kontor.MED lassen sich sämtliche Module über den Programmdesigner anpassen, und zwar auf drei Ebenen mit steigendem Kenntnisanspruch.

Ebene 1: Layout-Designer

Die offensichtlichste Ebene — hier wird festgelegt, welche Felder ein Benutzer auf seinem Bildschirm sieht:

  • ganze Gruppen von Feldern verschieben
  • Gruppen komplett ausblenden — erhöht Übersicht und Benutzerfreundlichkeit wesentlich
  • Gruppierung und Sortierung von Listenspalten
  • Filterung von Daten

Alles erfolgt visuell und ist mit keinerlei Programmierung verbunden.

Individuelle und abteilungsweite Profile

Diese Anpassungen kann der einzelne Benutzer im laufenden Betrieb vornehmen und in seinem eigenen Profil speichern — andere Benutzer sind davon zunächst nicht betroffen. Über das Konzept der Benutzerprofile lassen sich Bildschirmeinstellungen aber auch für Gruppen verwenden, etwa für alle Benutzer einer Abteilung. Siehe Benutzerspezifische Layouts.

Ebene 2: Druckformulare, Reports und Statistiken

Anpassung von Druckformularen, Reports und eingebauten Statistiken — ebenfalls über den Programmdesigner, aber mit weitergehenden Kenntnissen.

Da der Report-Designer ein sehr mächtiges Tool ist, verlangt er Kenntnisse über die Datenbank und über Report Design im Allgemeinen. Für Auswertungen und Dashboards ist Vertrautheit mit den Zusammenhängen in der Datenbank wünschenswert, um effiziente Abfragen zu erstellen.

Ebene 3: Programmierung

Die spezialisierteste Stufe: Programmierung der Module auf Basis von Microsoft Visual Basic .NET oder C# .NET. Diese Kenntnisse bringen die meisten Anwender nicht mit; es lohnt sich dennoch oft, sie sich anzueignen — benötigt werden sie vor allem in der Einführungsphase.

Releasefähigkeit

Programmanpassungen erfolgen in den einzelnen Modulen und sind nicht Teil des Programmreleases. Daraus folgt:

  • Anpassungen lassen sich bei einem einzelnen Anwender realisieren, ohne Änderungen am Hauptrelease oder Programmkern.
  • Die Anpassungen bleiben releasefähig und funktionieren auch nach einem Update des Programmkerns weiter.
  • Anpassungen sind wirklich individuell — andere Kunden sind nicht involviert.

Anpassungen im laufenden Betrieb

Programmänderungen sind auch möglich, während die Benutzer arbeiten. In der Praxis erfolgt das per Remote-Zugriff: Support-Mitarbeiter des Softwareunternehmens werden freigeschaltet und nehmen die Anpassungen vor — in der Regel ohne dass die Anwender gestört werden.

  • customizing
  • programmdesigner
  • layout
  • releasefaehigkeit